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Die alte Weisheit,
dass ein Spiel erst dann beendet ist, wenn der
Schiedsrichter abpfeift, bestätigte sich am vergangenen
Sonntag bei der Begegnung der Altherrenfußballer von
Groß Plasten und Altentreptow wieder einmal. Mehr noch,
das Spiel fing sozusagen 5 Minuten vor Schluss erst
richtig an. Aber der Reihenfolge nach.
Der MSV Groß
Plasten geriet bereits nach 3 Minuten in Rückstand. Ein
Freistoß der Gäste schlug im kurzen Eck ein. Die Führung
verdienten sich die Altentreptower in der Folgezeit
durch eine weitgehend überlegene Spielgestaltung. Beim
MSV ging so gut wie gar nichts zusammen. Technische
Fehler und missglückte Anspiele unterbrachen immer
wieder den Spielfluss. Zum Glück machten auch die Gäste
aus ihrer optischen Überlegenheit zu wenig. So blieb es
bis zur Pause bei dem knappen Spielstand.
Unmittelbar nach
dem Wechsel schöpfte der MSV neue Hoffnung. Nach langer
Flanke von Stefan Härtel war Jan Ulrich mit dem Kopf zur
Stelle und markierte den Ausgleich. Wer nun aber
glaubte, damit das Signal zum besseren Spiel der
Platzherren erkannt zu haben, der sah sich getäuscht.
Altentreptow kombinierte sicherer und bestimmte das
Geschehen. 5 Minuten vor Ende der Partie brachte ein
verwandelter Foulelfmeter dafür auch den Lohn. Endgültig
auf der Siegerstraße schien der FSV 3 Minuten später,
als mit einem Konter das 1 : 3 gelang. Doch nun, die
sichere Niederlage vor Augen, spielten die Plastener
endlich einfach, schnörkellos und zielstrebig. Hatte
Torsten Hagenow bei seinem Freistoß an die
Lattenunterkante noch Pech, so konnte wenig später, in
der letzten Minute der regulären Spielzeit, Norbert
Beltzer den Anschlusstreffer bejubeln. Jetzt witterten
die Hausherren nochmal Morgenluft. Und tatsächlich
gelang Heiko Rödiger nach herrlicher Flanke von Sven
Pohle noch der 3 : 3-Ausgleich in der 2. Minute der
Nachspielzeit. Eigentlich rechneten nun alle mit dem
Abpfiff. Doch der Schiedsrichter hatte wahrscheinlich
soviel Freude an der Partie gefunden, dass er gar keine
Anstalten machte, diese zu beenden. Schlecht für den
MSV, denn Altentreptow nutzte die entstandene Unordnung
im Plastener Spiel eiskalt aus. Ein Sololauf, ein Schuss
in den Winkel und schon war es vorbei mit der Freude
über den nicht mehr erwarteten Punktgewinn. In der 5 .
Minute der Nachspielzeit musste sich der MSV am Ende
doch, der an diesem Tage besseren Mannschaft, geschlagen
geben. |