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(NG)
Im Heimspiel gegen den FC Neubrandenburg gelang dem MSV
Groß Plasten ein verdienter Punktgewinn. Dem spielerisch
und technisch sicherlich besseren Team setzte man auf
Plastener Seite Engagement, Laufbereitschaft und
mannschaftliche Geschlossenheit entgegen.
Das
Spiel begann mit einem Paukenschlag. Bereits nach 3
Minuten zappelte der Ball im Netz der Hausherren. Doch
der MSV zeigte sich wenig geschockt und versuchte
seinerseits mutig nach vorne zu spielen. Nach einem
energischen Dribbling von Stefan Härtel kam der Ball zu
Jörn Gutsch, der von der Strafraumgrenze flach und
unhaltbar zum Ausgleich einschießen konnte. Ermutigt
durch dieses Erfolgserlebnis war der MSV den Gästen
ebenbürtig. Es entwickelte sich eine interessante Partie
mit Torchancen auf beiden Seiten. Allein Matthias Sedlak
hatte zweimal die Gelegenheit die Führung für Plasten zu
erzielen. Leider fehlte ihm heute das Quäntchen Glück
zum Torerfolg. Das benötigten die Gäste in der 33.
Minute nicht, um erneut davon zu ziehen. Eine gelungene
Kombination über die rechte Seite wurde nach Flanke mit
einem wuchtigen Kopfstoß zum Erfolg gebracht. Aber auch
jetzt schlugen die Mannen um Kapitän Norbert Beltzer
zurück. Ein an Jörn Gutsch verwirkter Foulelfmeter hätte
noch vor dem Wechsel den Gleichstand bedeuten können.
Leider scheiterte Matthias Othmer am gut aufgelegten
Neubrandenburger Keeper. So hielt die Gästeführung bis
zur Pause.
Nach
dem Wechsel machte der MSV sofort Druck. Nachdem Gutsch
und Sedlak noch gescheitert waren, gelang
Mannschaftskapitän Norbert Beltzer nach einer Ecke von
Andre Runge der erneute Ausgleich. Nun erkannten die
Gäste, dass in Plasten ein Sieg für sie keine Formsache
sein würde. Mit zunehmender Spieldauer und schwindenden
Kräften beim MSV verlagerte sich das Spielgeschehen mehr
und mehr in die Plastener Hälfte. Fast zwangsläufig ging
Neubrandenburg in der 60. Minute erneut in Front. Eine
Kette von Fehlern begünstigte den Treffer. Jetzt sollte
der Sack endgültig zugemacht werden. Angriff auf Angriff
rollte auf das Gehäuse von Keeper Ronny Rauch. Nur noch
sporadisch kam der MSV zu Kontergelegenheiten. Aber der
erlösende 4. Treffer wollte dem FCN einfach nicht
gelingen. Und so kam es, wie so oft im Fußball. Einer
der wenigen Entlastungsangriffe bescherte dem MSV den
kaum noch für möglich gehaltenen erneuten Ausgleich. Härtel
setzte sich energisch am rechten Flügel durch. Seine
Eingabe unterlief ein Neubrandenburger Verteidiger, und
der dahinter postierte Sven Pohle ließ sich nicht
zweimal bitten und vollendete per Kopf zum viel
umjubelten 3:3. Sichtlich geschockt gelang es den
Tollensestädtern in der verbleibenden Spielzeit nicht
mehr, das Match noch einmal zu drehen.
So
erkämpfte sich der MSV Groß Plasten sicher ein wenig
glücklich, aber dennoch nicht unverdient, einen Punkt
gegen den haushohen Favoriten. Wenn man gegen eine
Spitzenmannschaft dreimal einen Rückstand wettmacht,
kann man getrost davon sprechen, als moralischer Sieger
den Rasen verlassen zu haben. |