14. Spieltag - Alte Herren

 

 

06.05.2007

FSV 90 Altentreptow - MSV Groß Plasten

2:1(0:0)


Aufstellung MSV Groß Plasten:

 

 Rauch



 
      Seidel      
  Kraatz    

  Beltzer

  Höppner  
             
  Wachter, J.   Hagenow   Zastrow  
             
      Härtel      
             
    Gutsch

 

  Sedlak

 

   
Bank: Genz, Sugint, Twieg, Girrleit, Th. Wachter
Eingewechselt:

Sugint für Höppner (51.)
Th. Wachter für J. Wachter (51.)
Girrleit für Gutsch (60.)
Twieg für Sedlak (76.)
Torfolge:

1:0 (41.)
1:1 Sedlak (48.)
2:1 (80.+5 / HE)
Schiedsrichter:  
Zuschauer: 20
Gelbe/ Rote Karten Kraatz / Gelb-Rot


Spielbericht

Bezirksliga „Alte Herren“

FSV 90 Altentreptow - MSV Groß Plasten 2 : 1 (0 : 0)

Artikel vom 09.05.2007

 

Offener Betrug am Gegner

Vom Auswärtsspiel in Altentreptow kam der MSV Groß Plasten mit einer Niederlage im Gepäck zurück. Nicht die Tatsache, dass man das erste Spiel der Rückrunde verloren geben musste, erzürnte die Spieler, viel mehr war es die Art und Weise, wie das Ergebnis zu Stande gekommen war.

Bis zur Halbzeitpause schien es noch eine Partie ohne besondere Auffälligkeiten zu werden. Beide Mannschaften neutralisierten sich fast völlig. Strafraumszenen waren selten. Der MSV agierte aus einer dicht gestaffelten Abwehr heraus und versuchte mit Kontern gefährlich zu werden. Die beste Gelegenheit in Führung zu gehen, hatte Jörn Gutsch, doch er verpasste knapp. So ging es torlos in die Pause. Dass der Schiedsrichter bis zu diesem Zeitpunkt tendenziell knifflige Szenen eher zu Gunsten der Heimmannschaft auslegte war nicht besonders verwunderlich und bewegte sich im Rahmen dessen, was auf allen Fußballplätzen der Welt passiert.

Nach dem Wechsel und mit zunehmender Spieldauer verlor der Unparteiische, der diesen Namen für dieses Spiel nicht verdient, das Regelwerk jedoch völlig aus den Augen. Zunächst ging Altentreptow unmittelbar nach Wiederanpfiff durch einen satten unhaltbaren Flachschuss in Führung. Ein unnötiger Ballverlust im Spielaufbau auf Plastener Seite ebnete den Weg dafür. Im Anschluss hätten die Gastgeber alles klar machen können. Doch der 2. Treffer gelang trotz guter Möglichkeiten nicht. Im Gegenteil, ein Konter brachte den Ausgleich für den MSV. Nach Zuspiel von Gutsch schlenzte Matthias Sedlak das Leder aus 20 Metern unerreichbar in den oberen Torwinkel. Ein Schock für den Tabellenzweiten. Und es hätte noch schlimmer für Altentreptow kommen können. Beltzer und erneut Sedlak fehlten nur das berühmte Quentchen Glück, um die Plastener in Front zu bringen. Nun aber gab der Schiri seine Zurückhaltung auf. Ein stolpernder Spieler an der Strafraumgrenze wurde als Anlass genommen, um einen Strafstoß zu verhängen. Selbst die Einlassung des gefallenen Spielers, dass er gar nicht gefoult wurde, half nichts. Altentreptow konnte allerdings die Chance nicht nutzen und verschoss den Elfer. Jetzt lief der Referee erst richtig zu Höchstform auf. Nach mehrmaligen eindeutig falschen Abseitsentscheidungen nutzte er die Möglichkeit, bei der ersten nachvollziehbaren Unmutsäußerung einen Platzverweis gegen den MSV auszusprechen. Als auch das nicht half und die Gastgeber selbst in Überzahl nichts Verwertbares zu Stande brachten, griff er erneut ein. In der 5. Minute der Nachspielzeit war der Ball endlich im Strafraum der Gäste, und als dann ein Spieler aus Altentreptow Frank Sugint den Ball aus ca. 70 cm volley an die Hüfte schoss, zeigte der Mann im gelben Hemd wieder auf den Punkt und „erkannte“ auf Handelfmeter. Als der Ball kurz danach im Netz zappelte, wurde das Spiel nicht mehr angepfiffen. Das Planziel war erreicht, der MSV Groß Plasten hatte verloren.

Die letzte Szene war selbst Spielern und Offiziellen aus Altentreptow so peinlich, dass sie den Schützen zum Vorbeischießen aufforderten.

Auf Nachfrage hatte der Schiedsrichter für sein Tun auch eine Erklärung. „Ihr habt uns vor 3 Jahren auch verpfiffen.“  Kommentar überflüssig!

Die Spieler des MSV Groß Plasten haben beim 2. der Tabelle eine klasse Leistung abgeliefert. Sie hätten den Auswärtspunkt redlich verdient gehabt. Leider hatte eine Person etwas dagegen.