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Mühevoller Sieg für den Favoriten
(NG)Nach der überzeugenden Vorstellung im Heimspiel
gegen Malchin wollten die Plastener auch beim
favorisierten Team aus Neubrandenburg ihre gewachsene
Spielstärke unter Beweis stellen. Über weite Strecken
der Partie gelang dieses Unterfangen durchaus. Der große
Unterschied zur Vorwoche bestand in der
Chancenverwertung. Es gab genügend Gelegenheiten, die
Neubrandenburger durch eigene Treffer in Zugzwang zu
bringen. Leider blieben aber sogar klarste Möglichkeiten
ungenutzt. Das machten die Hausherren besser.
Immer
wieder angetrieben durch die agilen Fuchs und Bruhn
kombinierten die Neubrandenburger gefällig. Der MSV
verlegte sich auf Konterattacken. Girrleit , Börst und
Hagenow konnten aber nichts Zählbares bewirken. Doch
auch die Tollensestädter benötigten erst einen Elfmeter,
um in Führung zu gehen (25.).
Nach
dem Seitenwechsel entwickelte sich eine
abwechslungsreiche Partie mit Strafraumszenen auf beiden
Seiten. Jetzt sollte sich zeigen, dass es den Plastenern
noch an der nötigen Cleverness fehlt, um Mannschaften
wie den FCN ernsthaft in Gefahr zu bringen. Nach Ecke
von Kraatz köpfte Pohle vorbildlich. Doch der Torschrei
blieb aus, weil der Ball noch auf der Linie geklärt
wurde. Im Gegenzug machten die Platzherren das 2:0.
Dublizität der Ereignisse wenige Minuten später – Pohle
vergibt völlig frei stehend vor dem Gehäuse, und der
Konterangriff beschert den Hausherren das 3:0. In der
70. Minute zeigte sich dann deutlich der Unterschied
zwischen beiden Teams. Frank Sugint lief allein auf den
Neubrandenburger Torwart zu, spielte ihn aus, wurde aber
bevor er den Ball einschieben konnte von diesem in die
Beine getreten. Anstatt zu fallen, stolperte er weiter
und schoss, nunmehr aus schlechterer Position den Keeper
an, der inzwischen schon wieder Richtung Torlinie geeilt
war. Die meisten anderen Spieler hätten in dieser Szene
sicher anders reagiert. Elfmeter, vielleicht der
Anschlusstreffer und die Rote Karte für den Sünder
hätten dem Spiel sicher noch richtig Spannung verliehen.
Wie es besser gemacht wird hatte die Szene in der ersten
Halbzeit gezeigt, die zum Strafstoß für den FCN führte.
Es passt aber zur Begegnung, dass die letzte große
Einschussmöglichkeit von Jens Wachter auf Plastener
Seite vergeben wurde.
Somit
bewahrheitete sich einmal mehr die alte Weisheit, dass
der, der keine Tore schießt, auch kein Spiel gewinnen
kann. Auch wenn der MSV etwas unter Wert geschlagen
wurde, so konnte aber der spielerische Aufwärtstrend
bestätigt werden. Schon lange nicht mehr war man so Nahe
an einem Punktgewinn in Neubrandenburg, wie dieses Mal,
auch wenn das nackte Ergebnis zunächst etwas anderes
vermuten lässt. |