Sa. 06.05.2006 / 14:00 Uhr / Müritz Sportpark Klink
MSV Beinhart Klink – SV Waren 09 II 2:2 (0:1)
Warener Aufstellung:
Thomas Vierow
Chris Bachert - Robert Friske – Nico Ullrich
Stephan Pomorin - Kay Wendt
Björn Knodel - Andreas Schardin - Björn Henning
Danilo Duckhorn - Mario Klemmer
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Auswechslungen:
55. min. Ralf Salwiczek für Mario Klemmer
70. min. René Friske für Björn Henning
88. min. Christian Wildermann für Björn Knodel
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Spielbericht:
Die Ruhe nach dem Sturm
Wem schon einmal das Schicksal ein Schnippchen geschlagen hat und miterleben musste, wie trotz Rennen und Schreien die letzte Bahn einem vor der Nase davon fuhr, kann in etwa die fassungslose Stille erahnen, die Mannschaft und Betreuer nach diesem Spiel erfasst hatte.
Erwartungsgemäß lag schon vor diesem Spiel Spannung in der Luft. Die Einen wollten beweisen, dass sie zu mehr in der Lage sind, als nur ein Bein zu stellen. Die Anderen sollten nicht noch einmal stolpern. So hatte dann auch der Gastgeber in der 6. Minute seine erste Chance, als nach einem Einwurf und gutem Flankenlauf der Ball präzise in der Warener Strafraum geschlagen wurde. Auf Thomas Vierow war jedoch Verlass und er parierte sicher. Danach gelang es der Elf von André Schröder immer besser, den Hausherren ihr Spiel aufzuzwingen. Ab der zwanzigsten Spielminute erbrachte diese Spielweise dann handfeste Torchancen, wie etwa für Mario Klemmer in der 19. (nach genau geschlagenem Pass von Chris Bachert) und 25. Minute. Doch entweder wurde das Tor verfehlt oder der Torwart genau getroffen. So dauerte es noch bis zur 27. Minute, bis die Bemühungen durch das 1:0 durch Danilo Duckhorn belohnt wurden. Die Mannschaft tat gut daran, den aufgebauten Druck gegenüber der Mannschaft von Beinhart Klink aufrecht zu erhalten. Eine Torraumszene folgte der anderen. Doch egal ob es Danilo Duckhorn in der 40., Marion Klemmer in der 43. oder Björn Henning in der 44. Minute waren, alle vermochten das Raunen der mitgereisten Zuschauern nicht in Jubel umzumünzen.
Der Beginn der zweiten Spielhälfte dann schaffte es nicht mehr, die Spannung der ersten fünfundvierzig Minuten wiederkehre zu lassen. Es dauerte bis in die 61. Spielminute, als ein langer Abschlag von Thomas Vierow seinen Weg zu Danilo Duckhorn findet, der diesen Ball schnell auf Ralf Salwiczek weiterleitet. Dieser setzt sich dann in einer Einzelaktion gegenüber seinem Bewacher durch und kann mit viel Geschick den Ball am herauseilenden Torhüter vorbei in den Maschen platzieren. Mit diesem sicher geglaubten 0:2 im Gepäck wird dann von den Warenern der berühmt-berüchtigte Gang zurück geschaltet, worauf der Gegner selbst zu Chancen kommt. Eine dieser Möglichkeiten wird nach einem aus 40 Meter geschlagenen Pass von der linken Seite, sauber per Kopf in die linke Torecke verwandelt. In den Bewusstsein, dass Spiel eben doch noch nicht gewonnen zu haben, legen die Warener das Ruder noch einmal auf Sturm um. Björn Knodel in Minute 77 allein auf da Tor zuläuft, kann er dass Spiel endgültig entscheiden, doch schießt unkonzentriert nur dem Keeper den Ball in die fangbereiten Hände. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ist es dann noch einmal Danilo Duckhorn, der eine Einschussmöglichkeit aus 16 Metern vergibt. So kam es dann in der zweiten Nachspielminute, wie es kommen musste: ein Körperkontakt in einem Zweikampf wurde als Foulspiel interpretiert und sofort auf Strafstoß entschieden. Alle Hoffnung lag nun auf Tormann Thomas Vierow. Der ahnte die richtige Ecke, doch übersprang den Ball und es stand 2:2. Danach war das Spiel zu Ende und für eine ganze Weile Ruhe … |
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