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Sa. 26. August 2006, Warener Müritzstadion
4. Spieltag Verbandsliga MV
SV Waren 09 - VSG Weitenhagen 4:1 (3:0)

Warener Aufstellung

Andreas Haase
Christian Senkpiehl - René Drabner - Marcel Störr - Michael Kaul
Stephan Haase (87. Gelb-Rot) - Mirko Löper (75. Stephan Paetzke) - Guido Timper (69. Andy Purlinski) - Nico Schwerin
David Haupt (83. René Röpcke) - Ronny Strübing
Weitenhagen: Hafermann, Kreutz, Krause, Töllner, Martens, Prozek, Jansch, Köpp (32. Horvath), Benthin, Nowitzki, Schmidt

Torfolge:
1:0 3. Stephan Haase
2:0 18. Guido Timper
3:0 30. Mirko Löper
4:0 51. Ronny Strübing
4:1 78. Mathias Martens

Tolle Angriffsleistung führt zu deutlichem Sieg

Endlich nutzten die Warener Angreifer ihre Chancen und boten den Anhängern ein wahres Torfestival, das bei konsequentem Spiel in der zweiten Halbzeit durchaus noch höher hätte ausfallen können. Allerdings war die Gegenwehr vor allem in der ersten Halbzeit kaum verbandsligawürdig. Schon der erste Angriff hätte die Führung bringen müssen. Nico Schwerin zog einen Freistoß an den langen Pfosten. Dort stand Ronny Strübing völlig frei und köpfte den Ball aus zwei Metern Entfernung am Tor vorbei. Der Zug Richtung Weitenhäger Tor raste allerdings sofort weiter. Christian Senkpiehl überließ im richtigen Moment nach einem Außenbahnsprint Stephan Haase den Ball. Der zog mit seinem unwiderstehlichen Antritt in den gegnerischen Strafraum und vollendete per Linksschuss aus 11 Metern in die rechte untere Ecke. Ein schönes Anspiel vom Torschützen nahm Mirko Löper in der 8. Minute direkt. Der Ball flog knapp über den Kasten.
Wie das Spiel allerdings gelaufen wäre, wenn der Weitenhäger Kapitän Prozek seinen Kopfball aus fünf Metern nicht Andreas Haase in die Arme geköpft hätte (16.), bleibt den Spekulanten überlassen. In der Realität unterlief der Gästetorwart einen Freistoß von Nico Schwerin und Guido Timper bedankte sich per Kopf zum 2:0.
Die Warener Abwehr wirkte aber trotz der deutlichen spielerischen Überlegenheit nicht immer souverän. Vor allem der Polizei-Europameister im Fußball Steffen Benthin konnte sich immer wieder in Szene setzen und vernaschte seine Gegenspieler ein ums andere Mal. So musste Andreas Haase einen 20-Meter-Schuss parieren und als Marcel Störr einen Ball am Boden liegend nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte, hatte der ehemalige Hansa-Spieler freien Raum. Glücklicherweise passte er nicht auf den völlig frei stehenden Prozek, der Anschlusstreffer wäre nur noch Formsache gewesen. Im Gegenzug kam Mirko Löper aus 13 Metern Entfernung zum Torschuss und knallte den Ball an die Lattenunterkante. Der Linienrichter zeigte sofort auf den Mittelpunkt. Der Ball hatte die Torlinie überschritten. Mit dem 3:0 gingen die Warener zufrieden in die Kabine.

Nach der Pause verflachte das Spiel zusehens. Die Warener hatten in der Vorwärtsbewegung nur noch drei gute Szenen. Erst verwandelte Ronny Strübing mit seinem ersten Tor für 09 nach einem schönen Flankenlauf von Stephan Haase zum 4:0 (52.), dann fand der eingewechselte Stephan Paetzke mit einem schönen Kopfball (80.) in Hafermann seinen Meister und kurz vor dem Ende zögerte Ronny Strübing nach schönem Anspiel zu lange(82.).
Das Spiel wirkte jetzt sehr zerfahren. Die Gäste hatten vornehmlich über Steffen Benthin, der von Michael Kaul viel zu unscharf markiert wurde, durchaus einige vielversprechende Aktionen. So fiel dann auch der Ehrentreffer als sich Steffen Benthin ziemlich einfach auf der rechten Seite durchsetzen konnte und auf seinen erfahrenen Mitspieler Mathias Martens passte. Der aus Torgelow gekommene Routinier ließ sich die Chance zum 4:1 nicht nehmen.

Völlig unnötig war die Gelb-Rote-Karte kurz vor Schluss der Partie für Stephan Haase. Nach einem Ballwegspitzeln erhielt er die Gelbe Karte und als er überhart in einen Zweikampf einstieg, blieb dem Schiedsrichter nur noch die Möglichkeit nach dem zweiten gelben Karton in die hintere Gesäßtasche zu greifen.

Insgesamt konnten die Warener Anhänger zufrieden nach Hause gehen, denn der letzte Heimsieg mit drei oder mehr Toren Unterschied liegt fast ein Jahr zurück. Am 29. August 2005 gewann man gegen Pommern Stralsund mit 3:0.

Vorbericht:
Nach den ersten drei Spielen kann man den wahren Leistungsstand der Mannschaft noch nicht genau einordnen. Das erste Spiel gegen eine schwache Hafenmannschaft wurde souverän bestritten. Gegen ein kaum stärkeres Neubrandenburger Team stellte sich die längst abgestellt geglaubte Torvernichtungsmaschine wieder vor. Der Ball wollte nicht über die Torlinie, das Ergebnis ein mageres 0:0, stellte alle Warener Beteiligte natürlich nicht zufrieden. Das Müritzderby am letzten Wochenende zeigte, dass der Abstand zum Kreisrivalen größer geworden ist. Eigentlich ist das auch nicht verwunderlich, haben die Malchower doch schon ein Jahr Erfahrung im Neuaufbau und wer sich an die Spiele im letzten Jahr erinnert, hat damals auch nicht so eine starke Malchower Elf gesehen. Hoffen wir nur, dass unsere Mannschaft eine ähnliche Entwicklung nehmen kann.
Im heutigen Spiel gegen die Abwehrkünstler aus Weitenhagen, kann man schon unter Beweis stellen, dass mit schnellem Flügelspiel die Gäste unter Druck gesetzt werden , um Torchancen herauszuspielen, die diesmal auch in Tore umgemünzt werden. Die Gäste kommen mit der “Empfehlung” von zwei Niederlagen in Folge, darunter die Heimpleite gegen Malchin, ins Müritzstadion. Einzig gegen den Sievershäger SV konnte man am ersten Spieltag zu Hause siegen (1:0). Die Erwartungen dürften also im gegnerischen Lager ebenfalls nicht erfüllt sein und man wird auf Wiedergutmachung dringen, zumal man im letzten Jahr gegen 09 nicht verloren hat (0:0, 1:0). Für die Warener gilt es hingegen, endlich den ersten Sieg gegen den letztjährigen Aufsteiger zu erzielen.