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Sonnabend 4. August 2007 / Warener Müritzstadion
SV Waren 09 - 1. FC Neubrandenburg 04 1:2 (0:2)

Warener Aufstellung
Andreas Haase
René Drabner
Christoph Knöll - Jens Buschke (74. Jan Aepinus) - Nico Schwerin
Andy Purlinski - Michael Kaul - David Schawaller - Jens Aepinus
Tim Koßek (66. Chris Görtz) - Stefan Haase
FCN: Bromund, Klinger, Wegner, Degner, Neumann (86. Plath), Herrmann (50. gelb/rot), Döscher, Dreyer, Strübing (80. Schmidt), Gaede, Fischer

Torfolge:
0:1 22. Christoph Fischer
0:2 45. Christoph Fischer (Foulelfmeter)
1:2 51. Christoph Knöll

Individuelle Fehler besiegeln erste Saisonniederlage

Vier Neulinge liefen im Warener Team auf den bestens präparierten Rasen des Müritzstadions auf, um den hochgesteckten Zielen weitere Nahrung zu vermitteln. Leider konnte die Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht an die guten Leistungen aus den Vorbereitungsspielen anknüpfen. Der Ball lief nicht so, wie die Zuschauer das in den Vorbereitungsspielen gesehen haben und zu allem Überfluss nutzten die Neubrandenburger die wenigen Nachlässigkeiten in der Warener Hintermannschaft gnadenlos aus.

Schon in der zweiten Minute hätte 09 in Führung gehen können, wenn nur einer den Fuß in die flache Hereingabe von Stefan Haase gehalten hätte. Fehlanzeige! Nach neun Minuten nahm sich David Schawaller ein Herz und ballerte aus 20 Metern den Ball knapp am Kasten vorbei. Zehn Minuten später setzte sich Nico Schwerin mit robustem Körpereinsatz gegen Ronny Strübing durch. Sein Schuss aus 12 Metern wurde von einem Gegner abgeblockt und strich am kurzen Pfosten vorbei. In der 22. Minute gab es den ersten Freistoß für die Neubrandeburger in Tornähe. Aus 17 Metern schlenzte Christoph Fischer den Ball ins kurze Eck. Die Mauer öffnete sich, keine Chance für Andreas Haase. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt und Waren war für den Rest der Halbzeit von der Rolle. Glück hatte man als Dreyer nach einem Fehlabspiel von David Schawaller allein auf Andreas Haase zulief, den Warener Torwart aber nicht überlisten konnte. Kurz vor der Pause stand Schiedsrichter Becker aus Kritzmow im Rampenlicht. Einen Steilpass hatte Andreas Haase schon unter sich begraben. Der nachsetzende Ronny Strübing lief in den am Boden liegenden Michael Kaul und kam zu Fall. Elfmeter, die nicht von allen verstandene Entscheidung des jungen Unparteiischen. Christoph Fischer verwandelte unbeeindruckt von den Warener Protesten sicher.

André Schröder musste seine Jungs in der Pause nicht auf das manko der ersten Halbzeit hinweisen. Mit einer völlig veränderten Einstellung begann die zweite Halbzeit. Fünf Minuten nach Wiederbeginn handelte sich Herrmann die zweite gelbe Karte und den damit verbundenen Spielausschluss ein. Der fällige Freistoß landete auf dem Kopf von Christoph Knöll. Bromund hatte diesmal keine Chance, der Anschlusstreffer fiel rechtzeitig. Die Neubrandenburger igelten sich jetzt in ihrer Hälfte ein und hatten im weiteren Verlauf des Spiels auch nur noch zwei Möglichkeiten. Ronny Strübing (68.) und Marc Neumann (72.) konnten aber jeweils nicht verwandeln.

Die Warener erspielten sich aber Torchancen im Minutentakt und endlich sah man das in der Vorbereitung gezeigte Spielvermögen. Leider konnten weder Andy Purlinski (54., 56., 70.), David Schawaller mit schönem Seitfallzieher (67.), Christoph Knöll mit Kopf aus vier Metern (76.), Stefan Haase aus 12 Metern (73.) und Torwart Andreas Haase (90.) den Tausendsassa Bromund im Neubrandenburger überwinden.

Eine Szene erregte die unzufriedenen, aber besonnenen Warener Gemüter in der zweiten Halbzeit besonders. Bromund ließ einen Torschuss prallen und der nacheilende Jens Buschke wurde im Strafraum festgehalten. Angesichts der Elfmeterentscheidung in der 45. Minute waren die Neubrandenburger Anhänger sicherlich nicht unzufrieden mit dem Schiedsrichter.

Die Niederlage an diesen beiden Entscheidungen festzumachen wäre aber zu einfach. Mit einer solchen, vor allem in der zweiten Halbzeit, überlegenen Spielgestaltung muss man das Spiel einfach gewinnen.

Abseits des Spiel gab es mal wieder unrühmliche Szenen, die den eigentlich fußballinteressierten Zuschauern das kalte Grausen über den Rücken laufen lassen. Schon im letzten Jahr randalierten Neubrandenburger Zuschauer im Müritzstadion, diesmal unbeindruckt von einem stärkeren Aufgebot an Sicherheitskräften und Polizei noch mehr.

Leid können einem die wirklichen Fans des FCN tun, die während des Geschehens immer wieder versucht haben, deutlich zu machen, dass die Randalierer eigentlich nicht zum Verein gehören. Umso unverständlicher, dass einige zur Mannschaft gehörende Personen noch für die Randalierer Partei ergriffen.