Sa. 24.05.2008 /15:00 Uhr / Warener Müritzstadion
SV Waren 09 - FC Anker Wismar 2:0 (1:0)
Warener Aufstellung
Stefan Metelmann
Christoph Knöll - Jens Buschke - Toralf Schult - Nico Schwerin
Andy Purlinski (68. Sebastian Döscher) - Michael Kaul - Stefan Haase - Jens Aepinus (90. Björn Henning)
Guido Timper (60. Tobias Reichau) - Ronny Schlüter
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Wismar: Rodewald, Schnöckel, Oldendorf, Rosinski, Brunsch, Hannemann, Kählert, Levetzow, Skripanski (75. Thom), Brügmann, Karinn
Torfolge:
1:0 43. Stefan Haase
2:0 90.+2 Tobias Reichau
Verdienter Sieg im vorletzten Heimspiel der Saison
Nach dem Unentschieden in Pasewalk wollte 09 gegen den Pokalfinalisten aus Wismar unbedingt einen Sieg landen, um im Rennen im Kampf um Platz vier weiter präsent zu bleiben. Durch das Unentschieden des 1. FCN konnte dieser Tabellenplatz auch zunächst zurückerobert werden.
Beide Mannschaften begannen das Spiel verhalten. Die erste gute Chance hatte Christoph Knöll in der 12. Minute nach einem Eckball vom keine Sekunde pausierenden Jens Aepinus. Der Wismarer Kapitän Rosinski klärte in allerhöchster Not auf der Linie. Eine verunglückte Flanke von Andy Purlinski der 20. Minute und ein Schuss vom linken Strafraumeck vom Wismarer Karinn blieben bis zur 43. Minute die einzigen Farbtupfer in der Partie. Dann zeigte Stefan Haase nach einem Anspiel ins zentrale Sturmzentrum über welche Antrittsqualitäten er verfügt. Weder Verteidiger noch Torwart konnten den Warener an seinem Sturmlauf hindern, der Torschuss war nur noch Formsache. So ging 09 mit einer 1:0 Führung in die Kabine.
Nach der Pause änderte sich das Geschehen dann grundlegend. Zunächst mussten die Warener Zuschauer die Luft anhalten als Christoph Knöll im eigenen Strafraum den Ball vertändelte und Stefan Metelmann, der bis dahin kaum geprüft wurde, reaktionsschnell die Situation entschärfte. Dann setzte sich endlich die Angriffsmaschinerie des SV Waren 09 in Bewegung. Immer wieder war Jens Aepinus an den Aktionen beteiligt. Als Rackerer, Flankengeber bzw. Ecken- und Freistoßschütze brillierte er, als Vollender versagten ihm leider gleich mehrfach in aussichtsreichen Positionen die Nerven. Den ersten Riesen vergab Ronny Schlüter: Kopfball nach Flanke von Jens Aepinus daneben(51.). Einen Freistoß von Jens (57.) konnte Rodewald gerade so parieren, eher er nach Purlinski-Flanke einen Kopfball aus dem Fünfmeterraum neben den Kasten setzte (61.). Anschließend gab Stefan Haase noch einmal eine Kostprobe seines Sprintvermögens ab und passte von der Grundlinie schulbuchmäßig auf dem am Elfer freistehenden Jens Aepinus, dessen Abpraller von Tobias Reicheu nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die nächste Riesen-Doppelchance war vertan. Es ging aber immer weiter Richtung Gästetor, wobei die spärlichen Angriffsversuche des Pokalfinalisten immer gefährlichen Zuschnitt in die nicht immer sicher wirkende Warener Abwehr zeigten. Letztendlich konnte Mannschaftskapitän Jens Buschke all seine Routine ins Spiel einbringen und mit seinem glänzenden Stellungsspiel den größten Schaden von der Mannschaft abwenden. So blieb das Spiel spannend und 09 versiebte bei einer gut angelegten Spielweise (konsequenter Angriffsdruck über beide Seiten) weiterhin Chance um Chance. In der 67. Minute war Jens Aepinus wieder freigespielt nach Flankenlauf von Andy Purlinski. Sein Schuss wurde pariert, der anschließende Knaller von Stefan Haase verfehlte das Tor. Zehn Minuten später versuchte Stefan es erneut aus der Ferne (20 m). Diesmal kratzte Rodewald den Ball aus der äußersten unteren Ecke.
Dann stockte den Warener Zuschauern der Atem. Ein gut angelegter Konter über Rosinski landete bei Brunsch, dessen Kopfball knapp am langen Pfosten vorbeistrich. Die ausgelassenen Chancen schienen sich zu rächen. Nach einem Dribbling von Sebastian Döscher verpasste Jens Aepinus den wohl als Torschuss gedachten Ball am langen Pfosten nur knapp(87.). Danach (89.) gab es noch eine gute Möglichkeit der nicht aufgebenden Wismaraner ehe Sebastian Döscher seine enorme Antrittsschnelligkeit nutzte und allein auf Rodewald zulief (92.). Alle rechneten mit einem Torschuss des jungen Warener Stürmers. Aber völlig uneigennützig legte er per Hacke auf den mitgelaufenen Tobias Reichau, der mit dem letzten Ballkontakt des Spiels den Endstand herstellte.
Die Zuschauer konnten sich somit zufrieden auf den Weg zur Warener Müritz-Sail an den Hafen begeben und den Abend fröhlich ausklingen lassen. Der einstimmige Kommentar aus den Warener Spielerreihen war allerdings: "So spannend müssen wir es eigentlich nicht machen!" |
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