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Greifswalder SV 04 – SV Waren 09 2 : 3 (2:1)

Warener Aufstellung:

Wegener
Durke - Böhme - Metz
Schwager
Andre - Evert - Paetzke - Reichau
Fiedel - Görtz
1:0 23. Minute Gust
2:0 27. Minute Gust
2:1 39. Minute Fiedel
2:2 54. Minute Reichau
2:3 80. Minute Lange


Warener A-Junioren wie einst die Helden von Bern

Ähnlich wie die deutsche Nationalmannschaft 1954 gewannen die Warener Jungs gegen den haushoch favorisierten Gegner nach 0:2 Rückstand noch mit 3:2.

So errangen sie am Samstag einen überraschenden Auswärtssieg beim Tabellenvierten Greifswalder SV nach einer überzeugenden kämpferischen Leistung.
Vor dem Spiel wähnten sich die Warener mit dem Rücken zur Wand. Man glaubte dem Tabellendrittletzten reiche nur ein Sieg bei zumindest einer gleichzeitigen Niederlage der Konkurrenten, Schweriner SC oder Lübzer SV, um den Klassenerhalt zu sichern.

Nach Spielbeginn war kaum daran zu glauben, denn die Heimmannschaft legte ein unglaubliches Tempo vor und drängte die Gäste für die ersten 10 Minuten fast ausschließlich in die eigene Hälfte. Dabei erspielten sie sich auch einige Chancen. Ein Kopfball prallte an den Pfosten, worauf ein Angreifer den Ball aus 3 Metern über das Tor drosch. Weitere Chancen blieben ebenfalls ungenutzt, auch weil der gut aufgelegte Warener Torhüter Wegener stark parierte. Darauf verteilte sich das Spiel mehr und es gab hauptsächlich Mittelfeldgeplänkel. In der 23. Minute jedoch kam der Greifswalder Stürmer Gust in halblinker Position vor dem Strafraum an den Ball und überwand den Warener Keeper mir einem strammen Linkkschuss links oben ins Tor. Und nur 4 Minuten später traf er wieder. Dieses Mal nach einer Flanke von rechts mit dem Kopf. Wer dachte, dass die Jungs des SV Waren nun die Köpfe hängen lassen würden, sah sich getäuscht. Die Müritzkicker zeigten Moral. Vor allem Mittelfeldmotor Paetzke trieb das Spiel immer wieder voran. Nach 32 Minuten dann wurde der auffällige Reichau links am Strafraum angespielt, steckte durch zur Mitte auf den frei vorm Torwart stehende Fiedel. Doch der Keeper parierte seinen Flachschuss. Kurz darauf hätte ein Fernschuss des heutigen Kapitäns Görtz vermutlich den Weg in den Dreiangel gefunden, wenn ihn nicht der gegnerische Mannschaftsführer mit dem Kopf weggelenkt hätte – das knockte ihn jedoch aus und er musste ausgewechselt werden. In der 39. Minute wurden die Warener Bemühungen endlich belohnt. Evert spielte einen herrlichen Direktpass mit dem Außenrist in den Lauf des agilen Fiedel und dieses Mal brachte er den Ball am Torwart vorbei ins Tor. So ging es dann mit 2:1 in die Pause.

Die 2. Hälfte knüpfte gleich an die 1. an, Waren spielte gut mit, aber die Greifswalder blieben stets gefährlich. In der 54. Minute gab es einen Freistoß in Tornähe. Görtz kam an der Grundlinie rechts neben dem Tor mit dem Kopf an den Ball, legte ihn zur gegenüberliegenden Seite des Tores, von wo aus Reichau den Ball rechts unten in die Maschen beförderte - 2:2 .
Nur kurz darauf fasste sich Paetzke aus 25 Metern ein Herz. Sein Rechtsschuss wurde noch leicht abgefälscht und knallte an den Pfosten. In der Folgezeit profitierten die Warener davon, dass Greifswald auch unbedingt gewinnen wollte, was den Gästen Räume zum kontern lieferte. Allerdings sahen sie sich in der Defensive auch dem Druck der Gastgeber ausgesetzt. Dabei liefen die Greifswalder oft ins Abseits, was dazu führte, dass die Wut auf den Schiri stieg und sich das Spiel allgemein erhitzte. So gab es nun auch einige härtere Fouls und gelbe Karten. Aber die Warener ließen sich nicht beirren und konterten geschickt. In der 80. Minute trieb der stark spielende B-Junior Böhme den Ball nach vorne und setzte nach Zusammenspiel mit Reichau einen harten Rechtsschuss, den der Torwart nicht festhalten konnte. Der eingewechselte Stürmer Lange lauerte darauf, reagierte am schnellsten und brachte den Ball zum umjubelten 2:3 ins Netz. Von nun an galt es den Sieg unbedingt zu halten, was eine schwere Aufgabe war, angesichts der wütend anrennenden Gastgeber. Aber nur ein paar Minuten nach der Führung überspurtete Reichau die gegnerischen Abwehrspieler bei einem Konter. So ergab sich eine 2:1 Situation gegen den Torawart. Doch anstatt auf den eingewechselten, einschussbereiten Rehfeld rüberzupassen, versuchte er den Torwart auszuspielen und legte sich den Ball zu weit vor ins Aus. So hieß es für die Warener: „Zittern bis zum Abpfiff!“
Greifswald drückte mit Macht auf das Gästetor, doch alle Spieler Warens stemmten sich gegen ein Gegentor. Eine klasse Aktion zeigte dabei der erneut aufopferungsvoll kämpfende Görtz, als er aus der Luft auf Höhe der Torlinie eine verunglückte Flanke, die schon über den Torwart hinweg ins Tor zu gehen schien, mit dem Fuß rettete. Es war wieder so, wie zu Beginn des Spiels. Greifswald entfachte Dauerdruck, vergab jedoch auch beste Chancen.
Dann pfiff der Schiri ab. Aus, aus, aus! Das Spiel war aus, Waren war Nichtabsteiger – schlug Greifswald im Saisonfinale mit 3:2 Toren….
…und der Jubel kannte keine Grenzen(Lübz verlor).

Nach der Partie dachte die Warener A-Jugend, dass sie sich damit von einem Abstiegsplatz entfernt hat und am Saisonende mit Platz 9 mit 23 Punkten einen sicheren Nichtabstiegsplatz belegt. Im Nachhinein stellte sich dann heraus, dass Waren doch drittletzter ist, denn Lübz bekam noch 3 Punkte gutgeschrieben und überholte 09 somit. Jetzt bleibt den Warenern nur noch Hoffnung, dass sich Landesmeister Eintracht Schwerin in 2 Relegationsspielen für die Regionalliga qualifiziert oder dass mindestens ein Bezirksmeister (von 3) nicht aufsteigen möchte.In diesen beiden Fällen würde 09 nicht absteigen und auch nächstes Jahr in der Landesliga spielen.

Dennoch gibt dieses Spiel auch Hoffnung auf die nächste Saison, wo hoffentlich weniger Ausfälle von Topleuten zu verzeichnen und so auch konstantere Leistungen der Warener A-Jugend zu erwarten sind. Hoffentlich in der Landesliga!


Die A-Junioren bleiben durch den Aufstieg des FC Eintracht Schwerin in die Regionlalliga (4:0 und 0:0 gegen Gera) in der Landesliga!


Herzlichen Glückwunsch nach Schwerin und Waren!