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Fr. 18.08.2006 / 19:00 Uhr / Malchower Waldstadion
Malchower SV - SV Waren 09 2:1 (2:0)

Warener Aufstellung
Andreas Haase
Chistian Senkpiehl - René Drabner - Marcel Störr - Nico Schwerin
Stefan Haase - Mirko Löper (84. René Röpcke) - Jens Buschke (46. Guido Timper) - Andy Purlinski
Sebastian Döscher (46. Stefan Paetzke) - Ronny Strübing
Malchower SV: Ludwikowski, Knüppel, Gawron, Gorewicz, Steinhäuser, Burr (84. Schütze), Hopp (62. Kewitsch), Puschkaruk, Kalkavan, Röpcke, Adamski (88. Schmidt)

Torfolge:
1:0 22. Stanislaw Puschkaruk
2:0 42. Can Kalkavan
2:1 90. Guido Timper

Spielbericht:

Mit gesenktem Haupt verließen die Warener den Rasen des Malchower Waldstadions. Auch das dritte Spiel in Folge gegen den Malchower SV ging verloren. Dabei hat in diesem temporeichen Verbandsligaspiel die reifere Mannschaft verdient gewonnen. Nachdem im letzten Jahr die Abwehr der Malchower schon einen sicheren Eindruck hinterließ, sah man diesmal eine unwahrscheinlich engagiert zu Werke gehende Mannschaft. Mit dem konsequenten Pressing, dem aufwendigen Laufspiel und dem zeitweise guten Direktspiel aller Gegener hatten die Warener doch ziemlich zu kämpfen. Vor allem im Mittelfeld gingen die entscheidenden Zweikämpfe verloren und im Vorwärtsgang waren die Anspiele zu ungenau. So ging Richtung gegnerisches Tor in der ersten Halbzeit aus Warener Sicht kaum etwas. Die Stürmer hingen regelrecht in der Luft. Einzig ein beherzter 25-Meterschuss vom im Mittelfeld sich gegen die Überlegenheit der Inselstädter wehrender Mirko Löper war kaum Torgefahr zu verzeichnen. Allerdings übertrieb er das Dribbling. Viel zu halten hatte Andreas Haase allerdings auch nicht, denn die Warener Abwehr konnte viele Angriffe des Malchower SV rechtzeitig entschärfen. Zweimal war der Warener Torwart jedoch machtlos. Erst brauchte Puschkaruk nach einem Querspiel nur den Fuß zum 1:0 hinhalten und als Andy Purlinski im Mittelfeld Can Kalkavan nicht störte, zog dieser Richtung Strafraum und spielte mit einem Doppelpass die Warener Viererkette völlig aus. Das 2:0 per Flachschuss in die linke Ecke war nur noch Formsache.

In der Halbzeitpause schwörte Jörg Schimmel seine Jungs noch einmal ein. Er forderte mehr Aggressivität. Der Spielverlauf verlegte sich jetzt auch mehr in die Malchower Hälfte, wobei der Gastgeber sicher in der Abwehr stand und mit seinem Konterspiel immer wieder Nadelstiche in die Warener Abwehr setzte. Vor allem Ronny Strübing forderte jetzt konsequent Bälle, nur kamen sie meist wegen technischer Fehler nicht bis zum Sturmführer. Das Geschehen spielte sich jetzt vornehmlich im Mittefeld ab. Dass bei den vielen Zweikämpfen keine allzu große Hektik aufkam, war ein Verdienst des ruhig und umsichtig agierenden Schiedsrichters Bengsch aus Groß Roge.
Zwischen der 60. und 65. Minute brannte es allerdings mehrfach im Warener Strafraum. Die Warener bekamen einfach den Ball nicht aus der Gefahrenzone und hatten in dieser Phase Glück, dass sie nicht weiter ins Hintertreffen gerieten. Die Warener konnten nur bei Standardsituation den Hauch von Gefährlichkeit erzielen. Stefan Paetzke setzte nach einem Freistoß einen Kopfball nur knapp neben das Gebälk (62.), Marcel Störr traf in aussichtsreicher Position aus 16 Metern den Ball nicht und Stefan Haase schoss aus der gleichen Position direkt auf den Torwart (90.). Die anschließende Ecke traf diesmal der lang aufgeschossene Guido Timper genau mit der Stirn zum Anschlusstreffer (90.). Der Treffer kam allerdings zu spät. Drei Minute Nachspielzeit reichten nicht, um noch einmal gefährlich vor das Tor von Ludwikowski zu kommen.
Trainer Jörg Schimmel hat sein erstes Kreisderby verloren:
"Die Niederlage geht in Ordnung. Die Malchower haben die kampfstärkere, eingespieltere Mannschaft gehabt."
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Vorbericht:

Es ist mal wieder soweit. DAS Kreisderby in der Verbandsliga steht an. Im Malchower Waldstadion empfängt der Vorjahres-Vize den wiedererstarkten SV Waren 09. Für Trainer Jörg Schimmel ist es das erste Derby dieser Art als verantwortlicher Trainer. Nicht nur er, sondern auch die zahlreichen Neuen im Warener Team sind sicherlich äußerst gespannt und fiebern dem sommerlichen Abendfight entgegen. Aber auch die "Alten" im Team haben die beiden Niederlagen aus dem letzten Jahr noch in den Köpfen und brennen auf Wiedergutmachung. Schließlich war man vorher drei Jahre lang die Führungskraft im Müritzkreis. Besonders die treuen Anhänger des Warener Fußballvereins erwarten in diesem Jahr mehr von ihrem Verein. Die Ausgangsposition ist für beide Vereine ziemlich identisch, auch wenn 09 im letzten Spiel zwei Punkte liegengelassen hat. Vielleicht bietet sich ja dem Trainer aus dem großen Kader unter der Woche noch der Goalgetter an, der aus den vielen Chancen die Tore macht.