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14. Spieltag Bezirksliga Ost
28.03.2005 / 14:00 Uhr/ Groß Plasten

MSV Groß Plasten - SV Waren 09 II 2:1 (1:0)

Warener Aufstellung

René Kreutz
Chris Bachert - Sören von Känel - Nico Ullrich
Kay Wendt
Björn Hennin - Guido Timper - Thomas Zühlke - Andy Purlinski
Matthias Geißler - Björn Knodel
Einwechslungen:
38. Christian Wildermann für Björn Henning
65. Robert Friske für Chris Bachert
84. Max Biegel für Kay Wendt

Torfolge:
1:0 5. Strübing
1:1 49. Matthias Geißler
2:1 55. Strübing

Spielbericht:

Hohe Fehlerquote verhindert besseres Ergebnis

Es war eine durchaus vermeidbare Niederlage, die sich unsere Zweite in Plasten einhandelte. Bei annähernd ausgeglichenen Spielanteilen setzte sich auf dem schwer bespielbaren Geläuf die robustere Gangart der Gastgeber durch. Aus einer gut gestaffelten Abwehr setzten die Gastgeber immer wieder ihre schnellen Spitzen mit langen Bällen in Szene. Die teilweise zu brav spielenden Warener versuchten mit kurzen Pässen und Einzelaktionen das Spiel zu gestalten. Die hohe Fehlerquote brachte dabei die Hintermannschaft immer wieder in Schwierigkeiten. So spielte der völlig neben sich stehende Björn Henning vor dem eigenen Strafraum einen Querpass, den man schon in der E-Jugend ausgeredet bekommt. Wenn man sich dann noch mit einer Körperbewegung austanzen lässt, wie Nico Ullrich und bei der anschließenden Flanke der gegnerische Stürmer freisteht, dann erzielt der Gegner meist ein Tor. Der Plastener Strübing machte dort keine Ausnahme, hechtete in die Flanke und vollendete zum 1:0.

In der Vorwärtsbewegung war meist am gegnerische Strafraum Endstation. Nur wenn man über die Außen kam, wurde es gefährlich. So landete ein Flankenball von Björn Knodel an der Latte und nach einer Hereingabe von Andy Purlinski reagierte Grzanka im Plastener Tor reflexartig gegen Kay Wendt's Schuss aus fünf Metern. Die Plastener hatten in der 31. Minute die Chance zur Resultatserhöhung als nach einer Kopfballweiterleitung plötzlich ein Stürmer frei vor Rene Kreutz auftauchte, aber aus zehn Metern verzog.

Nach der Pause kam die Truppe, die diesmal vom Mannschaftskapiän der ersten Mannschaft André Schröder betreut wurde, mit neuem Schwung aus der Kabine. Als Andy Purlinski einen Ball im Mittelkreis abfing und einen Steilpass auf den Mittelstürmer Matthias Geißler spielte, ließ dieser sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zum verdienten Ausgleich. Die Freude währte jedoch nicht lange. Sören von Känel, der bis dahin eine gute Partie im Abwehrzentrum ablieferte, spielte einen Freistoß aus dem eigenen Strafraum einem Gegenspieler genau in die Beine. Der schickte seinen Stürmer Strübing auf die Reise, Chris Bachert attackierte zum wiederholten Male unkonzentriert oder garnicht und René Kreutz sah bei dem Schuss aus äußerst spitzem Winkel auch nicht gut aus. Nach dem Führungstreffer folgte jetzt die beste Phase der Plastener, die den Sack zubinden wollten. Ein Freistoß von Marco Siegfried zischte am langen Pfosten vorbei, einen Heber konnte René Kreutz im letzten Moment über die Latte spitzeln und Andy Purlinski klärte auf der Linie für seine geschlagenen Vorderleute. Als dann René Friske für den enttäuschenden Chris Bachert kam, war auf der rechten Seite mehr Sicherheit zu verzeichnen und der A-Junior Christian Wildermann versuchte immer wieder im Zusammenspiel mit Andy Purlinski und Thomas Zühlke die Mannschaft nach vorn zu treiben. Die letzten fünf Minuten retteten die Plastener mit Glück und gütiger Hilfe des Schiedsrichters über die Zeit. Nach einem Flankenlauf von Guido Timper und scharfer Hereingabe kam Thomas Zühlke einen Moment zu spät, um den Ball über die Linie drücken zu können. Beim nächsten Angriff traf Andy Purlinski nur den linken Pfosten des Tores. Als Thomas Zühlke in der 88. Minute unwiderstehlich antrat und im Strafraum in die Zange genommen wurde, hätte wohl auch kein Plastener protestiert, wenn der sehr unsicher wirkende Schiedsrichter Handschuch auf den Punkt gezeigt hätte. Er tat es nicht und so war die Niederlage besiegelt. Aller Frust der Spieler nach dem Spiel war verständlich, aber die Niederlage hat man sich selber zuzuschreiben.