Sa. 24. Februar 2007 / 15:00 Uhr / Neubrandenburg
Fc Neubrandenburg 04 - SV Waren 09 0:0
Warener Aufstellung
Andreas Haase
Christian Senkpiehl - Marcel Störr - Jens Buschke
Mirko Löper - Michael Kaul (68. Sebastian Döscher)
Andy Purlinski - Guido Timper (65. René Drabner) - Stefan Haase
David Haupt (75. Stefan Pomorin) - Ronny Strübing |
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Zwei Punkte in Neubrandenburg liegengelassen
Insgesamt fünf sogenannte Hundertprozentige reichten nicht aus, um in Neubrandenburg einen Sieg einzufahren. Von Beginn an war der SV Waren 09 die spielbestimmende Mannschaft und zeigte in welche Ruchtung der Ball zu laufen hat. Nur ganz sporadisch konnte der Neubrandenburger Kontrahent sein gefährliches Konterspiel andeuten, wobei das Fehlen des verletzten Torjägers Kusturin die Gefährlichkeit des Gastgebersturms deutlich reduzierte. Gefährliche Szenen vor dem Haase-Tor waren Magelware und konnten die Warener Abwehr, in der Routinier Jens Buschke mit seinem glänzenden Stellungsspiel herausragte und das Fehlen des etablierten Abwehrspielers Nico Schwerin vergessen machte, kaum vor ernsthafte Probleme stellen. Nur einmal musste Andreas Haase bei einem 20-Meter-Schuss von Michael Gaede (28.) sein Können offerieren. Zweimal gab es nach einem gut angelegten Konter in der ersten Halbzeit und nach einem Freistoß kurz vor Ultimo so etwas wie eine gefährliche Situation vor dem Warener Tor.
Ganz anders liest sich da die Bilanz des Warener Angriffsspiels. Das Ergebnis war allerdings das Gleiche - null Tore. Schon nach fünfzehn Minuten lag der Ball im Neubrandenburger Tor. Völlig zurecht erkannte allerdings die Assistentin Diana Räder auf Abseits vom Torschützen Ronny Strübing. Allerdings wäre das Tor regulär gewesen, wenn es kein Abspiel sondern einen direkten Torschuss gegeben hätte. Drei Minuten später wurde erneut über außen direkt und schnell gespielt. Ronny Strübing passte auf Mirko Löper, der spielte zurück auf den im Strafraum freistehenden Andy Purlinski. Leider verzog der kleine Warener aus guter Position. In der 25. Minute tauchte der ansonsten defensive Marcel Störr auf der rechten Angriffsseite auf und hatte eine gute Schussposition sieben Meter vor dem Tor. Leider entschloss er sich zu einem Dribbling und konnte keinen Druck hinter den Torschuss bringen, so dass der Torwart keine Probleme bei der Abwehr bekam. Die größte Chance in der ersten Halbzeit hatte Ronny Strübing (36.). Glänzend am Elfmeterpunkt freigespielt hatte er freie Bahn und wurde nicht behindert. Der Torwart lag schon am Boden und Ronny schob ihm den Ball in seine ausgestreckten Arme.
In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild zunächst kaum. David Haupt zog über links (50.) in den Strafraum bis zur Grundlinie und passte zurück auf den am Fünfmeterraum stehenden Ronny Strübing. Glänzend gespielt, leider verzog der Warener Stürmer auch diesmal und traf den Kasten nicht. Die dritte, wenn nicht sogar vierte 100%ige war vergeigt.
Danach verflachte das Spiel zusehens. Der Ball wurde unkontrolliert von beiden Mannschaften über den Platz gedroschen und auf dem Feld beharkten sich die Spieler immer mehr. Die Folge war eine Flut von gelben Karten und Verletzungen auf beiden Seiten. So sah Guido Timper seine fünfte gelbe Karte und wird im Derby gegen Malchow fehlen. Sein Gegner bei dieser Aktion musste mit Verdacht auf Innenbandabriss ausgewechselt werden. Inwieweit die Verletzungen von David Haupt und Michael Kaul Folgen auf das Spiel am nächsten Wochenende haben werden, bleibt abzuwarten. Ein Weiterspielen war nicht möglich. Beide mussten den Platz vorzeitig verlassen.
Aber auch in der schwächeren Phase des Spiels boten sich den Warenern noch herausragende Möglichkeiten zum Torerfolg. In der 80. Minute sprintete Jens Buschke durch das Mittelfeld und spielte auf den eingewechselten Sebastian Döscher, der mit seiner Antrittsschnelligkeit in den Strafraum eindrang und aus elf Metern den Ball knapp am Kasten vorbeispitzelte. Die anschließende Ecke landete beim am Sechzehner freistehenden Stefan Haase, dessen Schuss das Tor aber auch verfehlte.
Mit diesem Unentschieden können nur die Gastgeber zufrieden sein. Hätten die Warener in der ersten Halbzeit ihre Torchancen genutzt, hätte man sicherlich von einer glänzenden Mannschaftsleistung gesprochen. So war der Eindruck des Ergebnisses größer als der der spielerischen Leistung und viele Anhänger der Warener verließen unzufrieden den Kunstrasenplatz im sumpfigen Gelände am Neubrandenburger Jahnsportpark. |
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