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Rostock 14.04.2007 / 13:00 Uhr
Rostocker FC - SV Waren 09 1:3 (0:0)

Warener Aufstellung
Andreas Haase
Christian Senkpiehl - Rene Drabner - Stephan Pomorin
Marcel Störr
Mirko Löper - Michael Kaul - Guido Timper - Stefan Haase
Ronny Strübing - Jens Buschke
RFC: André Krüger, Lange (73. Jankowski), Drewniok, Schmidt, Jan Küger (57. Räsch), Borchardt, Dammhöhler, Laudan (85. Bogdanow), Scholz, Schölkopf, Wucke

Torfolge:
0:1 47. Michael Kaul
0:2 62. Guido Timper
0:3 88. Ronny Strübing
1:3 90. Ringo Scholz

Spielbericht:

Zweite Halbzeit knüpfte an alte erfolgreiche Zeiten an

In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften, wobei die Rostocker etwas mehr Spielanteile verbuchen konnten, die Warener durch Stefan Haase aber die einzige echte Torchance erspielten. Vom Fünfereck konnte er Krüger im Rostocker Kasten nicht überwinden. Auch der Ex-Nationalspieler und Ex-Hansa-Präsident Gerd Kische, dem der FC Hansa Rostock seine Nach-DDR-Zeit-Entwicklung in entscheidendem Maße zu verdanken hat, wohnte der Begegnung bei. Schade, dass dem sympatischen gebürtigen Teterower derzeit eine Hass-Liebe, die in den Gesprächen am Rande der Begegnung wieder deutlich zu Tage trat, mit dem FC Hansa verbindet.
Die zweite Halbzeit war dann aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Kurz nach Wiederanpfiff zirkelte der im Mittelfeld immens fleißige und die feine Klinge schlagende Michael Kaul den Ball aus 20 Metern ins lange Eck. Geschaut, geschossen und getroffen, eine Klasse-Aktion des wieder völlig genesenden Kauler. Die Rostocker versuchten jetzt mit aller Macht den Ausgleich zu erzielen. Die Aktionen waren bis auf einen Schuss in der 50. Minute, den Andreas Haase glänzend parierte, aber nicht zwingend genug, um die vom Routinier René Drabner wie in besten Zeiten glänzend organisierte Abwehr, zu überwinden. Im Gegenteil, als Marcel Störr einen Freistoß aus dem Mittelkreis hoch in den Strafraum schlug, war der lange Guido Timper, der sowohl vorn als auch hinten seine Kopfballhoheit eindrucksvoll demonstrierte, zur Stelle und köpfte den Ball über den kleinen Rostocker Torwart zum 2:0 in die Maschen.

Die Rostocker wollten sich nicht kampflos ergeben und drängten weiter, zunächst erfolglos auf ein eigenes Tor. Dadurch hatten die Warener vor allem durch Ronny Strübing, der immer wieder steil geschickt wurde und Dank seiner Schnelligkeit mehrfach allein vor Krüger auftauchte, eine Reihe von erstklassigen Chancen. In der 66. Minute ging sein Heber knapp am Kasten vorbei. Nachdem Mirko Löper in der 71. Minute nach einer Ecke des RFC's auf der Linie klären konnte, lief Ronny Strübing in der 78. wieder Richtung Rostocker Tor und spielte 13 Meter vor dem Kasten ab, ein eigener Abschluss hätte vielleicht mehr gebracht. In der 87. Minute hielt der Warener Sturmführer dann selbst drauf und zwang Krüger zu einer Glanztat. Den nächsten Konter spielte er aber bis zu Ende, tanzte alle Gegenspieler inklusive Torwart aus und vollendete souverän. Nachdem die Rostocker dann doch nach einer schönen Flanke von Bogdanow durch ihren Torjäger Scholz den Ehrentreffer erzielten, hatte Ronny Strübing zwei weitere hochkarätige Konterchancen. Der Rostocker Torwart konnte jeweils in höchster Not retten.

Es blieb jedoch beim hochverdienten Warener 3:1 Erfolg. Eine gute Partie auf Warener Seite bot auch Stephan Pomorin, der wie gewohnt hart, aber sauber seine Gegenspieler bekämpfte. Auch Marcel Störr überzeugte nicht nur in der Defensive, sondern tat viel für das Angriffsspiel seiner Mannschaft. Insgesamt sahen auch die wieder zahlreich angereisten Mitglieder des Warener Fanclubs Brigade 06 in Rostock ein homogenes 09-Team, in dem jeder für den anderen kämpfte, in der die Hirarchie in den einzelnen Mannschaftsteilen deutlich akustisch und spielerisch sichtbar war. Weiter so, kann nur die Devise lauten.