Fr. 11.11.2005 / 15:00 Uhr / Warener Müritzstadion
Testspiel
SV Waren 09 - FC Hansa Rostock
Das Spiel wird präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
|
 |
Warener Aufstellung:
Andreas Haase (46. Thomas Vierow)
Christian Senkpiehl (82. Thomas Durke)- René Drabner (84. Robert Friske) - Andy Ullrich (82. Nico Ullrich)
Mirko Löper (62. Danilo Duckhorn) - Marcin Flejter (Björn Henning)
Andy Purlinski (84. Christian Wildermann) - Guido Timper (84. Thomas Zühlke) - Jens Buschke (71. Andreas Schardin)
Daniel Reichau (62. Björn Knodel) - René Röpcke (71. Mario Klemmer) |
Christian Stuff - Amir Shapourzadeh (46. Clemens Lange)
Denis Lapaczinski - Kevin Hansen (46. Flavio) - Enrico Gaede - Zsolt Löw (66. Anton Müller)
Martin Pohl - Kim Madsen (Omar Kondé) - Marc Stein - Ronny Maul
Axel Keller
FC Hansa Rostock
|
 |
Zuschauer: 1350
Schiedsrichter: Brüggmann (Schwerin), Harder (Waren), Semrau (Goldenstädt)
Torfolge:
0:1 8. Kevin Hansen
0:2 21. Christian Stuff
1:2 43. Jens Buschke
1:3 52. Clemens Lange
1:4 63. Clemens Lange
1:5 70. Flavio (Foulelfmeter)
1:6 80. Denis Lapaczinski
Spielbericht:
Fußballfest in Waren trotz ungewöhlicher Anstoßzeit und Schmuddelwetter
1350 Fans des SV Waren 09 und des FC Hansa Rostock fanden den Weg in das wolkenverhangene Müritzstadion und konnten ihre Rostocker Lieblinge aus nächster Nähe bewundern. Die Rostocker reisten mit Ausnahme von Magnus Arvidson mit allen Stars an. Die eigentliche erste Mannschaft stellte sich dann völlig unkompliziert und gut gelaunt den erwartungsfrohen Fans. Und sie hatten fast mehr zu leisten als diejenigen, die im Nieselregen auf dem Platz standen. Die Fans waren begeistert vom Club, konnten sie doch während der gesamten Zeit mit den Profis sprechen, Fotos machen und die Kleinen heimsten massenweise die begehrten Autogramme ein. Eine derart lockere Atmosphäre erfreute alle Beteiligten.
Für die Spieler der sogenannten zweiten Reihe des FC Hansa ging es unterdessen nicht so relaxt zu. Von Beginn an machte man Druck auf das Warener Gehäuse. Im Gegensatz zum letzten Aufeinandertreffen begannen die Warener, bei denen Nico Schwerin, Stefan Haase, Toralf Schult und Lukasz Zebrowski verletzungsbedingt passen mussten, diesmal konzentriert und versuchten dem Druck standzuhalten. Fehler schlichen sich trotzdem ein. So musste Andreas Haase in der 8. MInute nach einer Kopfballablage auf den freistehenden Kevin Hansen das erste Mal hinter sich greifen. Per genauem Innenspannstoß aus 13 Metern Entfernung versenkte er den Ball im äußersten rechten Eck. In der 21. Minute stand der Riese (1,98 m groß) Christian Stuff am Elfmeterpunkt völlig frei und verwandelte zum 2:0 für die Gäste.
Danach konnte der SV Waren 09 das Spiel offener gestalten. Die Rostocker, allen voran Amir Shapourzadeh, versiebten jetzt aber deutliche Chancen. Die erste gute Chance der Warener bot sich dem Youngster Daniel Reichau in der 43. Minute. Durch einen schönen Steilpass geschickt, lief er allein auf Axel Keller zu und zwang ihn zu einer Klasse-Parade. Die anschließende Ecke wurde von den Rostockern nicht konsequent aus der Gefahrenzone befördert und Jens Buschke bedankte sich mit dem vielumjubelten Anschlusstreffer. Aus zwölf Metern schoss er den Ball ins Netz. Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal gefährlich für Andreas Haase. Guido Timper fälschte einen Schuss von Ronald Maul ab; die Latte half dem Warener Torwart.
In der zweiten Halbzeit schwanden die Kräfte des Verbandsligisten zusehens und der FC Hansa wurde dank des eingewechselten agilen Clemens Lange immer gefährlicher. An den nächsten drei Toren war er maßgeblich beteiligt. Zwei schoss er selbst und das dritte bereitete er vor, als er von Christian Senkpiehl im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Den Elfmeter verwandelte Flavio sicher. Die Warener hatten nur einen guten 22-Meter-Schuss ihres besten Akteurs Jens Buschke und einen abgefälschten Schuss von Guido Timper im Anschluss an eine Ecke (72.)entgegenzusetzen.
Die Warener wechselten jetzt durch und boten den jungen Spielern aus der zweiten Mannschaft die Chance, sich zu beweisen. Sie taten es mit Bravour und ließen nur noch einen Treffer von Denis Lapaczinski zu. Thomas Vierow, in der zeiten Halbzeit im Warener Tor, konnte noch einmal all sein Können unter Beweis stellen. Erst hielt er einen Knaller von Clemens Lange und dann parierte er einen von Andy Purlinski verwirkten Handelfmeter von Anton Müller in großem Stil. Der getestete Christian Stuff fiel nach seinem Tor erst wieder in der 84. Minute auf, als er einen Kopfball nach einer Maul-Ecke über den Kasten buchsierte.
Im Anschluss an die Partie zeigten sich die Rostocker Verantwortlichen sichtlich beeindruckt, was die Warener Fußballfans beim Auftritt des FC Hansa in der kurzen Vorbereitungszeit auf die Beine gestellt hatten und fuhren dankbar nach Hause. Ob Trainer Pagelsdorf mit der Leistung seiner zweiten Reihe zufrieden war, wird man sicher bei der Auswahl des Kaders in der Zukunft sehen. |
 |
Vorbericht:
Das Müritzstadion ist mal wieder Austragungsort eines besonderen fußballerischen Leckerbissens. Nachdem vor gut zwei Jahren der FC Hansa das letzte Mal hier gastierte, testete auch der zweite Renommierclub des deutschen Ostens Energie Cottbus den Zustand des Warener Rasens. Bei diesem letzten Aufeinandertreffen musste sich unser Team nur knapp geschlagen geben (0:1). Sollte diesmal ein ähnliches Ergebnis herausspringen, spendiert der Sponsor des Tages in der Hafenkneipe “Albers” ein Fass Freibier (Voraussetzung: Vorlage der Eintrittskarte). Leider stehen die Vorzeichen in unserer Mannschaft diesmal nicht so gut. Es will in diesem Jahr einfach nicht so richtig laufen. Zu den teilweise dürftigen Leistungen kommt jetzt auch noch das Verletzungspech und die Sünderkartei erschwerend hinzu. Beim FC Hansa zeigt die Entwicklung erfreulicherweise deutlich nach oben. Frank Pagelsdorf ist auf dem richtigen Weg mit seinem Dreistufenplan. Der erste Hügel ist erklommen. Die Abstiegsplätze sind mittlerweile sechs Punkte entfernt. Der Blick kann sich nach oben richten. Eine deutliche Leistungssteigerung ist zu verzeichnen. Für unsere Mannschaft kann es also nur heißen, möglichst lange energisch dagegenhalten und das Ergebnis in erträglichen Grenzen halten. Vielleicht können die Spieler den Fans doch einen Abend mit Freibier erspielen. |
|