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Mo. 01.05.2006 / 15:00 Uhr / Friesensportanlage Röbel
PSV Röbel – SV Waren 09 II 1:0 (1:0)

Warener Aufstellung:
René Kreutz
Chris Bachert - Robert Friske – Robert Krenz
Sebastian Schwartz - Kay Wendt
Andreas Schardin - Thomas Zühlke - Björn Knodel
Danilo Duckhorn - Ralf Salwiczek

Auswechslungen:
37.min. Daniel Reichau für Thomas Zühlke
53.min. Mario Klemmer für Sebastian Schwartz

Spielbericht:
Sic transit gloria mundi (So vergänglich ist der Ruhm.)
Nachdem noch vor zwei Tagen die Anspannung bei Spitzenspiel gegen Dargun in Euphorie umschlagen konnte, ist es nach dem Derby in Röbel die pure Ernüchterung, die sich auf den Gesicht von Trainer André Schröder abzeichnete.
Der nach Röbel angereiste Mannschaftskader von Waren´s Zweiter war gut besetzt, hoch motiviert und durch den Trainer für die anstehende Aufgabe entsprechend eingestimmt. So war es auch nicht verwunderlich, dass bereits zwei Minuten nach Anpfiff der Partie Danilo Duckhorn mit einem ersten Schuss den Röbeler Torhüter prüfte. Kontinuierlich verstand es die Mannschaft den Druck auf die Röbeler Hintermänner zu erhöhen, die sich in der 10. Spielminute nicht anders als durch ein Foul an Sebastian Schwartz im Strafraum zu helfen wussten. Auf Geheiß des Trainers war Thomas Zühlke angetreten, den Strafstoß zu versenken. Dieser jedoch hatte in der Situation nicht die Nerven und wuchtete die Kugel „unhaltbar“ … am Tor vorbei.
Nach diesem Fauxpas steckte die Mannschaft jedoch nicht auf und versuchte ihr druckvolles Spiel weiter aufrecht zu erhalten. Mehrere Großchancen wurden in der Folge gleich reihenweise vergeben. Sebastian Schwartz hatte in der 14. und 19. Minute gleich zweimal die Möglichkeit, die längst überfällig Führung zu erzielen, verhalf aber jedes mal nur Röbels Schlussmann dazu, sich auszuzeichnen. In der 16. und 25. Minute waren es dann jeweils Björn Knodel und Ralf Salwiczek, die ihre Tourchancen nicht zu nutzen verstanden.
Die Röbeler Mannen sorgten immer dann für Torgefahr, wenn Waren´s Abwehr wieder einmal einen Freistoß vor dem eigenen Tor verursacht hatte. Diese gut getretenen Freistöße machte jedoch der bis dato gut aufgelegte René Kreutz jedes Mal unschädlich.
Waren´s Sturmlauf auf ein Tor hielt unverdrossen an, auch wenn die Angriffe, wie der von Danilo Duckhorn aus der 29. Minute als Abseits gewertet wurden. Leider sind die alten Fußball-Weisheiten dazu angetan, von Zeit zu Zeit bestätigt zu werden und die lautstark geäußerten Befürchtungen des Trainers zu den vergebenen Chancen fanden in der 44. Minute ihren traurigen Höhepunkt. Eine von der linken Spielfeldseite hereingebrachte hohe Flanke an die Strafraumgrenze vermochte René Kreutz nicht herauszufausten, sonder gab den Ball den nötigen Effet, um in die Warener Maschen zu rollen. Kurz darauf war Halbzeit …
Aus der zweiten Spielhälfte gab es nur noch wenig Positives zu vermelden. Trotzdem Trainer André Schröder mit Mario Klemmer eine weitere Offensivkraft brachte, konnten die Warener den Druck der ersten Phase nicht wieder aufbauen. Die Röbeler verstanden es gut, durch Einsatz und Stellungsspiel die Räume eng zu machen und die Angriffsversuche, wie den Freistoß von Robert Friske in der 48. Minute und den Eckball von Danilo Duckhorn in der 67. Minute, auf Standardsituationen zu reduzieren. Den Schlusspunkt aller Angriffsbemühungen setzte Ralf Salwiczek mit einer Einzelaktion an der rechten Strafraumgrenze, doch auch dieser Schuss landete einmal wieder in den Armen des Röbeler Schlussmannes. Im Grunde hätte es noch schlimmer kommen können, als der Gegner 9 Minuten vor dem Ende in einem regelrechten Strafraumgewühl drei Einschussmöglichkeiten am Stück vergab.
Was bleibt ist der bittere Nachgeschmack eines verschenkten Sieges und die Gewissheit, dass die Weisheiten alter Fußballlehrer auch heute noch bestand haben.