10. Spieltag - Alte Herren

 

 

27.11.2005 - abgesagt

Neuansetzung: 21.05.2006

MSV Groß Plasten - FC Neubrandenburg

2:2(0:1)


Aufstellung MSV Groß Plasten:

 

 Rauch



 
      Twieg      
  Kraatz    

  Beltzer

  Mundt  
             
Th. Wachter   Härtel   Riedel   Rödiger
             
             
             
    Sugint

 

  Gutsch

 

   
Bank: Zastrow
Eingewechselt:

 
Torfolge:

0:1 Fuchs (37.) 
1:1 Kraatz (42.) 
2:1 Kraatz (60.) 
2:2 Krüger (69.)
Schiedsrichter: Kamenz
Zuschauer: 20
Gelbe/ Rote Karten MSV: Härtel, Riedel (gelb) / FCN: Fuchs, Lüth (gelb)


Spielbericht

Bezirksliga „Alte Herren“, Artikel vom 21.05.2006

MSV Groß Plasten – FC Neubrandenburg 2 : 2 (0 : 1)

Überraschung in Plasten

(N. G.) Wohl kaum jemand hätte daran gezweifelt, dass der MSV Groß Plasten gegen den unangefochtenen Tabellenführer eine weitere Niederlage würde einstecken müssen. Doch manchmal kommt es anders. Und so war den Plastenern in einer insgesamt verkorksten Saison in diesem Nachholspiel doch noch ein kleiner Lichtblick vergönnt.

Wie erwartet übernahmen die Gäste sofort die Initiative. Kombinationssicher und die feinere fußballerische Klinge schlagend war ihr Spiel gut anzusehen. Doch schon in dieser Anfangsphase viel auf, das der direkte Zug zum Tor fehlte. So kam der MSV Groß Plasten immer besser ins Spiel. War es Überheblichkeit oder Nachlässigkeit der FC Tollense brauchte lange um endlich etwas Zählbares zu erreichen. Kurioser Weise halfen die Hausherren dabei noch mit. Anstatt den Abschluss zu suchen verlor man den Ball leichtfertig am gegnerischen Strafraum, und völlig entblößte Abwehr war dem anschließenden Konter der Tollensestädter nicht mehr gewachsen. Fuchs vollendete gekonnt. Doch schon eine Minute später hätte der Gleichstand wieder hergestellt sein können. Leider ging der Freistoß von Gerd Twieg aus 35 Meter nicht ins Tor sondern klatschte für alle unüberhörbar an die Latte. Der Keeper wäre machtlos gewesen. So blieb es bis zum Halbzeitpfiff von Schiri Kamenz bei der knappen FCN-Führung.

Doch was sich nach dem Wechsel ereignete ist aus Plastener Sicht doch schon recht ungewöhnlich. Und das ist nur positiv gemeint. Wohl noch nie ist der FC Neubrandenburg beim MSV so knapp an einer Niederlage vorbeigeschrammt. Bereits 2 Minuten nach Wiederbeginn war es der aufgerückte Enrico Kraatz, der mit einem herrlichen Schlenzer in den Winkel den Ausgleich erzielte. Die Gäste schienen jetzt regelrecht geschockt. Leider konnten die Gastgeber die spürbare Verunsicherung nicht nutzen. Jörn Gutsch, Frank Sugint oder Stefan Härtel hatten mehrfach die Gelegenheit zu treffen. So dauerte es bis zur 60. Minute ehe erneut Kraatz zur Stelle war. Aus unmöglichem Winkel senkte sich sein als Flanke gedachter Ball ins Tordreieck. Groß war der Jubel auf dem Platz und an der Seitenlinie und noch stunden nach dem Spiel fand Enrico die Bezeichnung „Fußballgott“ durchaus passend.

Jetzt doch an der Ehre gepackt wurden die Neubrandenburger bissiger. Da auch der MSV weiter mutig noch vorne spielte entwickelten sich die letzten 20 Minuten zu einem offenen Schlagabtausch. Einem Pfostenschuss für den FCN folgte die Riesenchance zum 3:1. Doch Sven Mundt verzog. Dann die Szene, die dem MSV den Sieg kostete. Bei einem Abschlag vom eigenen Tor bringt Ronny rauch den Ball nicht zum Mitspieler, auch nicht zum Gegner sondern er bugsiert den Ball über die eigene Torauslinie. Er wusste hinterher selbst nicht wie das zu Stande kam. Dies ist umso bedauerlicher, weil er ansonsten eines seiner besten Spiele abgeliefert hatte. Die anschließende Ecke brachte den Ausgleich. Aber die Plastener gaben nicht auf. Frank Sugint und Stefan Härtel hatten den Sieg noch in der Hand. Ersterer scheiterte mit einem Kopfball, und Stefan Härtel fehlte nach einem tollen Solo über den halben Platz einfach der Mut selbst abzuschließen. So blieb es am Ende beim alles in allem gerechten Unentschieden. Hätte man vor dem Spiel ein solches Ergebnis prophezeit, wohl kaum jemand hätte daran geglaubt. Jetzt war man sogar noch etwas traurig, denn eigentlich war noch mehr drin als dieses hoch verdiente Remis.   

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte neben dem Doppeltorschützen aber vor allen Dingen Gerd Twieg heraus. Und das nicht, weil er der älteste Spieler auf Plastener Seite war. Nein, er war mit Abstand der beste Spieler.