15. Spieltag - Alte Herren

 

 

09.04.2006

SV Cölpin - MSV Groß Plasten

3:1(1:1)


Aufstellung MSV Groß Plasten:

 

 Rauch



 
      Th. Wachter      
  Kraatz    

  Beltzer

  Creutzburg  
             
  Börst   Härtel   Rödiger  
             
  Hagenow   Pohle   Ulrich  
             
Bank: Wachter, J.
Eingewechselt:

Wachter, J. für Creutzburg (50. min.)
Torfolge:

0:1 Rödiger (6.) 
1:1 (33.) 
2:1 (52.)
3:1 (80.)
Schiedsrichter: Reich (Chemnitz)
Zuschauer: 60
Gelbe/ Rote Karten  


Spielbericht

Artikel vom 16.04.2006

(Bericht N. Genz)

Das erste Spiel der Rückrunde führte die „Alten Herren“ des MSV Groß Plasten nach Cölpin. Bei böigem Wind und schwierigen Platzverhältnissen entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie. Wohl selten gab es eine Begegnung, in der auf beiden Seiten so viele Torchancen herausgearbeitet wurden und die letztendlich durch einen totalen „Blackout“ des Schiedsrichters entschieden wurde.

Die Partie begann mit vorsichtigem Abtasten. Schon hier wurde klar, dass der starke Wind und der holprige Rasen für die eine oder andere zufällige Situation im Spiel verantwortlich sein würden. Querschläger und falsches Timing, besonders bei hohen Bällen, zogen sich durch das gesamte Spiel. Sie waren aber auch Garant dafür, dass es Torchancen fast im Minutentakt gab. Heiko Rödiger nutzte eine dieser Gelegenheiten und erzielte mit einem herrlichen Flachschuss von der Strafraumgrenze das 1:0 für den MSV. Doch der Gastgeber war keineswegs geschockt. Eigenes Unvermögen und ein klasse haltender Ronny Rauch im Plastener Tor sorgten dafür, dass das 1:1 erst in der 35. Minute fiel. Nach einer Ecke gelang Cölpin der Ausgleich per Kopf. Die letzten 5 Minuten gehörten wieder dem MSV. Doch weder Torsten Hagenow noch Sven Pohle konnten ihre Chancen nutzen.

Unmittelbar nach dem Wechsel war es erneut Hagenow, der die Gästeführung hätte erzielen können. Sein Heber geriet allerdings zu flach. Es folgte die entscheidende Szene des Spiels. Nach einem Zweikampf im Plastener Strafraum gab es einen Pfiff des Schiedsrichters. Die Spieler erwarteten gespannt die Entscheidung des Unparteiischen und stellten alle Aktionen ein. Derweil kullerte der Ball, um den sich niemand mehr kümmerte, ins Tor. Aus der Gestik des Schiedsrichters ging dann hervor, dass er auf Freistoß für Groß Plasten entschieden hatte.(zum Strafraum laufend zeigte er mit einer Hand auf den Tatort und mit dem anderen Arm zum gegnerischen Tor). Daraufhin gab es Proteste der Cölpiner, die einen Elfer gesehen haben wollten. Doch plötzlich ging der Schiedsrichter zur Mitte und zeigte auf den Anstoßpunkt. Zunächst waren Plastener und Cölpiner völlig konsterniert und verwirrt, bis sie begriffen hatten, dass der Referee auf Tor entschieden hatte. Die Plastener Proteste halfen nichts. Das Gelächter bei Cölpiner Spielern und Zuschauern zeigte, wie absurd diese Entscheidung für alle Beteiligten war. Man kann das Spiel nicht unterbrechen und den 3 Sekunden später von allen unbeachtet ins Tor kullernden Ball dann als regulären Treffer werten. Es ehrt den Schiedsrichter, dass er sich im Nachhinein für seinen „Blackout“ entschuldigt hat. Dennoch war dies die Szene, die den MSV auf die Verliererstraße gebracht hat. Im Bemühen, noch den Ausgleich zu erzielen, warf der Gast nun alles nach vorn. So konnte Cölpin immer wieder zu gefährlichen Kontern ansetzen. Einer davon brachte in der Schlussminute dann auch die Entscheidung zum 3:1 für die Gastgeber.Ist der Sieg der Cölpiner keineswegs unverdient, so war die Art und Weise des Zustandekommens doch schon bitter für den MSV Groß Plasten.